Der Online-Elternabend „Kind und Handy – kann das gut gehen?“ stieß mit über 700 Teilnehmenden auf sehr großes Interesse. Aufgrund der hohen Nachfrage mussten Referent Clemens Beisel und sein Team den ursprünglich geplanten Online-Raum kurzfristig erweitern, um allen interessierten Eltern die Teilnahme zu ermöglichen.
Die hohe Beteiligung zeigt deutlich: Das Thema Smartphones im Alltag von Kindern und Jugendlichen beschäftigt viele Familien. Der Informationsbedarf zu Nutzung, Sicherheit, Datenschutz und klaren Regeln ist groß.
In diesem Beitrag fassen wir die zentralen Inhalte der Veranstaltung zusammen und stellen die wichtigsten Tipps, Empfehlungen und weiterführenden Informationsangebote zur Verfügung. Die verlinkten Seiten bieten unter anderem:
- Hilfestellungen zur sicheren Einrichtung von Smartphones
- Möglichkeiten zur Begrenzung von Bildschirm- und App-Nutzungszeiten
- Pädagogisch fundierte Einschätzungen zu Spielen, Filmen, Serien und sozialen Netzwerken
- Aktuelle Informationen zur digitalen Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen
Ziel ist es, Eltern dabei zu unterstützen, klare Regeln, angemessene technische Einstellungen und einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien im familiären Alltag zu entwickeln und konsequent umzusetzen.
Empfehlenswerte Informationsangebote
🎮 Spieleratgeber NRW
Der Spieleratgeber NRW bietet pädagogische Bewertungen digitaler Spiele, die insbesondere von Kindern und Jugendlichen genutzt werden. Die Plattform zeigt auf, ab welchem Alter Spiele empfohlen werden.
Hinweis: Altersfreigaben sind nicht immer nachvollziehbar. Auch Referent Clemens Beisel kritisierte im Rahmen der Veranstaltung, dass manche Altersfreigaben zu niedrig angesetzt seien.
👉 https://spieleratgeber-nrw.de
🎬 FLIMMO
FLIMMO bewertet Filme, Serien und YouTube-Kanäle aus pädagogischer Sicht. Eltern erhalten klare Altersempfehlungen, Einschätzungen zur Eignung der Inhalte sowie konkrete Tipps für Gespräche mit Kindern.
👉 https://www.flimmo.de
🔐 medien-kindersicher.de
Die Plattform medien-kindersicher.de informiert Eltern über technische Schutzlösungen für Geräte, Dienste und Apps. Komplexe Einstellungen werden verständlich erklärt und nach Alter, Entwicklungsstand und genutztem Gerät eingeordnet.
Technische Schutzmaßnahmen ersetzen keine Medienerziehung, können diese aber sinnvoll unterstützen – insbesondere im Zusammenspiel mit Begleitung, Vertrauen und Kompetenzvermittlung.
👉 https://www.medien-kindersicher.de
Wissenschaftliche und medienpädagogische Impulse
📱 Kurzvideos und Lernen
Kurzvideoformate wie TikTok, Instagram Reels oder YouTube Shorts können das konzentrierte Lernen erschweren. Einen wissenschaftlichen Überblick bietet folgender Beitrag:
👉 https://www.tagesschau.de/wissen/forschung/kurzvideos-erschweren-lernen-100.html
👨👩👧 Familie – Medien – Abenteuer (LMZ Baden-Württemberg)
Mit dem Angebot „Familie – Medien – Abenteuer“ unterstützt das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg Familien dabei, Medienkompetenz spielerisch und gemeinsam zu fördern.
Auf der LMZ-Webseite finden sich zudem zahlreiche weitere Materialien für Eltern, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Senioren.
👉 https://www.lmz-bw.de/angebote/alle-angebote/familie-medien-abenteuer
⏱️ Mediennutzungszeiten
Wie oft und wie lange Kinder Medien nutzen sollten, hängt vom Alter und der Entwicklung ab. Orientierung bietet die Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:
👉 https://www.kindergesundheit-info.de/themen/medien/alltagstipps/mediennutzung/hoechstdauer/
📸 Datenschutz und Kinderfotos im Netz
Das einfache Teilen von Fotos und Videos von Kindern kann zu einer unbeabsichtigten Weitergabe persönlicher Daten führen – mit potenziell schwerwiegenden Folgen. Der bewusste Umgang mit Kinderbildern im Internet ist daher ein zentrales Thema der Medienerziehung.
Zentrale Aussagen aus dem Seminar (Kurzfassung)
- Soziale Netzwerke sind nicht kindgerecht.
- Für Jugendliche sind soziale Netzwerke ebenfalls nur eingeschränkt geeignet.
- Kinder brauchen Begleitung – und Erwachsene müssen Vorbild sein.
- Kinder benötigen kein aktuelles High-End-Smartphone. (Ein erstes Auto ist schließlich auch kein Sportwagen.)
- WhatsApp ist kein Muss. Mögliche Alternativen: Threema und Signal
Weitere Informationen und konkrete Handlungsempfehlungen finden Sie unter:
👉 https://www.smarterstartab14.de



